Vorderasiatische Archäologie
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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SoSe 2020

BA- und MA-STUDIENGÄNGE Vorderasiatische Archäologie

Studienberatung

Für alle Lehrveranstaltungen besteht eine Anmeldepflicht vor Beginn der Vorlesungszeit (Termine).

Die Kursanmeldung erfolgt ausschließlich über das Online-Portal LSF ("Lehre, Studium, Forschung") --> "Lehrveranstaltungen belegen/abmelden".

Belegfrist für alle Veranstaltungen: Mo., 30.03. - Di., 14.04.2020

Vorbesprechungen für die Lehrveranstaltungen des Instituts für Vorderasiatische Archäologie entfallen künftig

Vorlesungen

Vorlesung: Neolithikum und Cahlkolithikum des Vorderen Orients

Kai Kaniuth

Mo. 16-18 Uhr c.t.,
Hauptgebäude der Universität, Geschwister Scholl-Platz 1, HS M114
Beginn: 20.04.2020 - Ende: 20.07.202

Die Veranstaltung vermittelt einen Überblick über die vorgeschichtlichen Epochen Vorderasiens, von der ersten Besiedlung der Region vor ca. 1.8 Mio. Jahren bis zur Uruk-Zeit. Sie befasst sich vor allem mit den zentralen Themen der Sesshaftwerdung, des Übergangs zur Nahrungsproduktion und der Entstehung erster komplexer Gemeinschaften. Anhand ausgewählter Beispiele werden aktuelle Fragestellungen des Faches Vorderasiatische Archäologie erörtert.

Seminare

Proseminar: Kleine Dörfer, weite Netzwerke am Ausgang des Neolithikums? Das Halaf-Phänomen

Simon Halama

Di. 16-18 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 21.04.2020 - Ende: 21.07.2020
Im siebten Jahrtausend v. Chr. verbreiten sich eine charakteristische bemalte Keramik, die Halaf-Ware, und neue Formen des Wohnens und Wirtschaftens in Syrien und Nordmesopotamien über einen großen Raum aus. Diesen überregionalen Trends stehen stark lokal geprägte Fundorte und Gemeinschaften gegenüber. Wie ist dieser Gegensatz, wie ist dieses „Halaf-Phänomen“ zu erklären? Indem wir uns detailliert mit einer Anzahl von Fundorten sowie jüngeren Forschungen zu dieser Zeit auseinandersetzen, wollen wir nach einer Erklärung für die Entwicklungen dieser Zeit suchen

Proseminar: Ist das Kult oder kann das weg? Ritualtheorien und ihre Anwendung auf sogenannte "Ritualkontexte" im Neolithikum Anatoliens

Albert Dietz

Mi. 10-12 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 22.04.2020 - Ende: 22.07.2020

Aufbauend auf der Lektüre verschiedener Texte zu Ritualtheorien, sollen in diesem Seminar zuerst gemeinsam Charakteristika erarbeitet werden, um rituelle und kultische Handlungen im archäologischen Kontext erkennen und bewerten zu können. Anschließend sollen die Studierenden in Referaten anhand ausgewiesener Ritualkontexte des anatolischen Neolithikums kritisch die Befunde und Objekte analysieren, die zu dieser Deutung geführt haben und selbst einschätzen, ob tatsächlich ein Ritual oder eine kultische Handlung vorliegt, bzw. postuliert werden darf. Die Teilnahme an diesem Seminar erfordert eine regelmäßige und aktive Beteiligung an Diskussionen sowie die Bereitschaft zur Lektüre theoretischer Texte.

Einführende Literatur:
C. Brosius, A. Michaels and P. Schrode (Hrsg.), Ritual und Ritualdynamik. Schlüsselbegriffe, Theorien, Diskussionen, Göttingen 2013.
H. G. K. Gebel – B. D. Hermansen – C. Hoffmann Jensen (Hrsg.), Magic Practices and Ritual in the Near Eastern Neolithic. Proceedings of a Workshop held at the 2nd International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East (ICAANE) Copenhagen University, May 2000, SENEPSE 8, Berlin 2002.
T. Insoll (Hrsg.), The Oxford Handbook of the Archaeology of Ritual and Religion, Oxford 2011.
K. Schmidt, „Ritual Centers“ and the Neolithisation of Upper Mesopotamia, Neo-Lithics 2/05 (2005), 13–21.

Seminar: Çatalhöyük und das anatolische Neolithikum - ein Projektseminar

Simon Halama

Mi. 14-16 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 22.04.2020 - Ende: 22.07.2020

Çatalhöyük in Anatolien ist eine der am besten erforschten neolithischen Siedlungen in Anatolien und im Nahen Osten überhaupt. Berühmt wurde er vor allem für die spezielle Architektur und Ausschmückung vieler seiner Häuser mit Wandmalereien. Zwei langfristige Ausgrabungsprojekte unter der Leitung von James Mellaart (1960-1965) sowie Ian Hodder (seit 1993) haben mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen eine Unmenge an Erkentnissen zum Leben an diesem Ort erbracht. Neben den umfangreichen Publikationen insbesondere des laufenden Grabungsprojektes ist außerdem eine frei zugängliche Online-Datenbank verfügbar. Dieser besonders gute Forschungs- und Publikationsstand bietet eine hervorragende Grundlage, um das Arbeiten mit Ausgrabungsberichten und Datenbanken in der Archäologie zu trainieren. Deswegen wollen wir in diesem Projektseminar ausgehend von einer Einführung eigenständig Fragestellungen entwickeln, diese anhand der vorhandenen Publikationen beantworten und die Ergebnisse am Ende des Semesters in einem kleinen Workshop präsentieren. Auf diese Art und Weise soll die Veranstaltung an einem konkreten Beispiel an das wissenschaftliche Arbeiten heranführen.

Einführende Literatur:
Düring, Bleda: The Prehistory of Asia Minor. From Complex Hunter-Gatherers to Early Urban Societies. Cambridge/New York: Cambridge University Press - 2011.

Hauptseminar: Wandel oder Kontinuität? Babylonien unter Assyrern, Chaldäern und Achämeniden

Kai Kaniuth

Di. 14-16 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 21.04.2020 - Ende: 21.07.2020

Ziel der Veranstaltung ist die Betrachtung des mesopotamischen Kernlandes, Babylonien, und seiner kulturellen und ökonomischen Entwicklung in der neubabylonischen und achämenidischen Zeit. Im Verlauf der Veranstaltung soll vor allem den Veränderungen in der materiellen Kultur zwischen dem 9. und 4. Jahrhundert v. Chr. und der Frage, worin die Ursachen eines beobachtbaren Wandels zu suchen sind, nachgegangen werden. Das Seminar richtet sich vor allem an fortgeschrittene Studierende mit Vorkenntnissen in der Archäologie der Periode.
Vorwiegend für Master-Studierende. BA-Studierende können gerne nach vorheriger Rücksprache mit dem Dozenten teilnehmen.

Übungen

Übung: Die Archäologie Südsyriens in der Bronzezeit

Samar Shammas

Montag, 14-16 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 20.04.2020 - Ende: 20.07.202

Das Gebiet von Südsyrien hat eine wichtige Rolle gespielt aufgrund der Verkehrsverbindungen zwischen südlicher und nördlicher Levante, die dieses Gebiet durchqueren und die Levante an Mesopotamien und Ägypten anschließen. Archäologische Untersuchungen seit Ende des 19. Jahrhunderts haben Beweise für eine Besiedlung dieser Region ab dem Epipaläolithikum erbracht.
In Rahmen dieser Übung werden die Hauptfundorte der Bronzezeit (3000–1200 v. Chr.) in Südsyrien wie Tell Sakka, Tell eṣ-Ṣaliḥiyeh, Khirbet al-Umbashi usw. zusammen mit Siedlungen aus den Nachbarregionen der Beqaa-Ebene und Galiläas vorgestellt. Anhand der Grabungsbefunde und mit einem Blick auf Geographie und Landschaft werden Themen wie Forschungsgeschichte, Chronologie, Siedlungsstruktur, Befestigungen, mittel- und spätbronzezeitliche Paläste, Kunst, Keramiktraditionen und Austausch diskutiert.

Übung mit Exkursion: Sammlungen altorientalischer Artefakte in Großbritannien

Kai Kaniuth / Simon Halama

Montag, 10-12 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 20.04.2020 - Ende: 20.07.2020

Das British Museum in London und das Ashmolean Museum in Oxford sowie weitere britische Museen verfügen über bedeutende Sammlungen altorientalischer Artefakte, v. a. aus Mesopotamien, aber auch aus Anatolien, Syrien und dem Iran. Im Rahmen der Übung beschäftigen wir uns mit ausgewählten Objekten und Objektgruppen, die die gesamte mesopotamische Geschichte repräsentieren, sowie mit den Fundorten und Fundkontexten, aus denen sie stammen. Im Rahmen einer Exkursion am Ende des Semesters (voraussichtlich 08.-12.07.2020) werden wir die entsprechenden Sammlungen besuchen und die besprochenen Objekte im Original betrachten und besprechen können.

Übung: Scherben bringen Glück! Mesopotamische Keramik von der Ausgrabung bis ins Museum

Albert Dietz

Donnerstag, 8-10 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 23.04.2020 - Ende: 23.07.2020

Diese Übung hat zwei Ziele. Zum einen soll den Studierenden im Laufe der Übung das Handwerkszeug zur eigenständigen Analyse von Keramik auf Ausgrabungen beigebracht werden, zum anderen soll die Kenntnis eines zeitlich weitreichenden Spektrums an Keramiktypen im mesopotamischen Raum vermittelt werden. Dies beinhaltet die Abläufe der Keramikanalyse während einer laufenden Ausgrabung, die darauffolgende Bearbeitung der Keramik und die Erstellung von Typologien, statistische Auswertungen, naturwissenschaftliche Analysen, Recherche von Vergleichsfundorten und -stücken und schließlich die Präsentation und Vermittlung von Keramik in Museen. Neben Kurzreferaten zu bestimmten Keramikassemblagen einzelner Fundorte, Gebiete oder Epochen erfordert die erfolgreiche Teilnahme auch eine aktive Beteiligung an gemeinsam durchzuführenden Aufgaben innerhalb des Seminars, wie bspw. die Konzeption einer Vitrine für die Präsentation von Keramik im Zuge einer Ausstellung.

Einführende Literatur:
A. M. W. Hunt (Hrsg.), The Oxford Handbook of Archaeological Ceramic Analysis, Oxford 2017.

Übung: Ausstellungsvorbereitung: Ton, Steine, Scherben

Claudia Gruber

Donnerstag, 14-16 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 23.04.2020 - Ende: 23.07.2020

Das Institut für Vorderasiatische Archäologie feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen. Bei dieser Gelegenheit wollen wir Teile unserer Institutssammlung in einer Ausstellung präsentieren, die ab Oktober in der Ausleihhalle der Universitätsbibliothek zu sehen sein wird.
Unter dem Arbeitstitel „Ton, Steine, Scherben“ konzentriert sich das Thema der Ausstellung auf Keramik. Verschiedene Unterpunkte werden unter dem Aspekt der Vermittlungskompetenz behandelt: Der primäre Fokus richtet sich natürlich auf inhaltli-che Kenntnisse der zu zeigenden Objekte, wobei Wert auf die visuelle Wahrnehmung (Schule des Sehens) und eine präzise Benennung (Terminologie!) gelegt wird. Zudem soll besprochen werden, welche Aspekte der einzelnen Gegenstände Aussagen zu ausgewählten Fragestellungen liefern könnten. Ergebnisse naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden sollen ebenso Eingang in die Ausstellungsplanung finden wie funktionale und stilistische Überlegungen. Im Seminar wählen wir die Objekte zu den übergeordneten Themen aus und entwickeln das Layout der Vitrinen.
Gerne sollen Zusatzangebote wie etwa weiterführende Informationen über QR-Codes, die Einbindung in soziale Medien, Flyer zum Mitnehmen oder Führungen bzw. Aktionstage auf Anfrage integriert werden.
Zu erbringende Leistungen sind regelmäßige Teilnahme, gründliche Lektüre ausgewählter Texte sowie Beiträge zu einer Stichwortliste der Terminologie.

Übung: Fotographische Dokumentation in der Archäologie

Laura Simons / Harald Schmidt

Blockveranstaltung: Do. 18.06.2020 (14-18 Uhr) Fr.-Sa. 19.-20.06.2020 (10-18 Uhr), So. 21.06.2020 (10-14 Uhr)
Schellingstraße 12, Raum K427
Beginn: 18.06.2020 - Ende: 21.06.2020

Der Kurs behandelt die technischen Grundlagen digitaler Spiegelreflexkameras und die Möglichkeiten, die diese bieten. Weiterhin werden die spezifischen Notwendigkeiten für die fotografische Dokumentation in der Archäologie erlernt und diskutiert. Die erworbenen theoretischen Kenntnisse werden unmittelbar in der Praxis angewendet werden, wozu die Studierenden Kleinfunde unterschiedlicher Fundgattungen aus der Institutssammlung ebenso fotografieren wie sie Aufnahmen unter freiem Himmel anfertigen werden. Die Fotografien der Teilnehmer/innen werden abschließend besprochen. Auf diese Weise erwerben sie wichtige für die archäologische Praxis relevante Kenntnisse und Fähigkeiten.
Frau Laura Simons ist seit vielen Jahren als Archäologin für die fotographische Dokumentation auf Grabungen in Italien, Syrien und der Türkei zuständig. Harald Schmidt ist ausgebildeter Fotograf.

Kolloquium

Kolloquium zum Alten Orient

Kai Kaniuth, Walther Sallaberger, Jared Miller

Di 18-20 Uhr
Geschw.-Scholl-Pl. 1, B006,
Beginn: 21.04.2020 - Ende: 21.07.2020

Hier können Sie demnächst das Programm für das Sommersemester 2020 einsehen

Die Teilnahme an Vorlesungen, Übungen und Kolloquien steht grundsätzlich allen Studierenden des Instituts offen. Zur Anerkennung der Studienleistungen konsultieren Sie bitte Ihre jeweilige Prüfungsordnung.

Lehrveranstaltungen des Instituts für Assyriologie und Hethitologie

Sprachkurse

Sumerisch II

Walther Sallaberger

Di. 12–14 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Akkadisch II

Walther Sallaberger

Mi. 12–14 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Hethitisch II

Jared Miller

Do. 12–14 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Übungen

Übung: Amarna-Briefe

Jared Miller

Mo. 10–12 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Übung: Fest- und Ritualvorschriften

Jared Miller

Mo. 14–16 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Übung: Musik

Glenn

Di. 14–16 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Übung: Späthethitische Staaten

Simon

Di. 16–18 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Übung: Mittelassyrische Texte

Beatrice Baragli

Mi. 14–16 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Übung: Akkadische Omenliteratur

Enrique Jiménez

Mi. 16–18 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Übung: Gesetze und Gerichtsprotokolle

Jared Miller

Do. 10-12 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307

Übung: Streitgespräche

Glenn

Do. 12–14 Uhr
Schellingstr. 5, Raum 307