Vorderasiatische Archäologie
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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SoSe 2022

letzte Aktualisierung am: 28.04.2022

BA- und MA-STUDIENGÄNGE Vorderasiatische Archäologie

Studienberatung und Studiengangskoordination Master Vorderasiatische Archäologie

Für alle Lehrveranstaltungen besteht eine Anmeldepflicht vor Beginn der Vorlesungszeit (Termine).

Die Kursanmeldung erfolgt ausschließlich über das Online-Portal LSF ("Lehre, Studium, Forschung") --> "Lehrveranstaltungen belegen/abmelden".

Belegfrist für alle Veranstaltungen: Mo., 04.04. - Di., 19.04.2022


Semestervorbesprechung der Vorderasiatischen Archäologie:
- nur im Wintersemester -

Für Fragen bitte an die Assistenten Dr. Simon Halama und Karlotta Herbst, M.A. wenden.

Übersicht Lehrveranstaltungen der VAA im SoSe 2022

Stundenplan SoSe 2022

Vorlesungen

Vorlesung: Neolithikum und Chalkolithikum des Vorderen Orients

Adelheid Otto

Mo. 16-18 Uhr
Hauptgebäude der Universität, Geschwister Scholl-Platz 1, M114
Die Vorlesung bietet eine Einführung in die Perioden Vorderasiens von der Sesshaftwerdung im akeramischen Neolithikum bis zur Entstehung der ersten Städte im Chalkolithikum / in der Urukzeit, also etwa im Zeitraum von 10.000 bis 3.000 v. Chr. Die Grundzüge der Entwicklung vom Jäger und Sammler zu immer komplexeren Gesellschaftsgefügen wird mithilfe der materiellen Hinterlassenschaften an den wichtigsten Fundorten unter Einbeziehung neuester Forschungen exemplarisch dargestellt.

Vorlesung: Archäologie des Iran bis zum Ende des Achämenidenreiches

Kai Kaniuth

Do. 10-12 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Der heutige Iran ist aus archäologischer Sicht ein klassisches Brückenland. Er beheimatet auf seinem Staatsgebiet eine Vielzahl von Siedlungskammern, die durch die Zeiten ebenso häufig durch Bezüge zu Nachbargebieten geprägt waren wie durch eine gemeinsame Identität.
Die Vorlesung beschreibt den langen Weg von ersten prähistorischen Überresten bis hin zur Genese des ersten ganz Iran umfassenden Großreichs der Achämeniden. Sie versucht, den Iran in seiner ganzen kulturellen Vielfalt im dauernden Bezug zu den weitaus homogeneren Gebieten Mesopotamiens und Mittelasiens darzustellen.

Seminare

Seminar: Rollsiegel der Urukzeit

Adelheid Otto

Di. 14-16 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Siegel stellen generell die inhaltlich vielfältigste Informationsquelle Vorderasiens dar und in der Urukzeit (ca. 3500-3000 v. Chr.) das mit Abstand größte Repertoire an Bildern. Sie bilden eine Art Miniaturwelt, die detailliert Auskunft über die damalige Struktur der Gesellschaft mit einem Herrscher an der Spitze, über Handwerk und Handel, kriegerische Auseinandersetzungen, alltägliche und rituelle Handlungen gibt. Da Rollsiegel in dieser Zeit der ersten Urbanisierung durch die weitreichenden Handelsbeziehungen des „Uruk World System“ in einem großem Teil Vorderasiens zur Authentifizierung von Vorgängen und Waren benutzt wurden, ermöglichen sie auch Einblicke in die frühesten Administrationen weltweit.

Einführende Literatur:
Dominique Collon, First Impressions. London 1987, 20052.

Seminar: Das Neolithikum in der Levante

Karlotta Herbst

Mi. 10-12 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Die Levante, eine Region an der östlichen Mittelmeerküste, zeichnet sich aus durch mediterranes Klima, das Landwirtschaft begünstigt, die Lage am Mittelmeer, die den Handel formt, sowie die Funktion als Transitgebiet zwischen Ägypten, Anatolien, Mesopotamien und sogar Griechenland – all dies prägte und prägt die Levante und ermöglichte seine kontinuierliche Besiedlung.
In dem Seminar wird fast an den Beginn der levantinischen Geschichte in das Neolithikum zurückgegangen, in dessen Verlauf die Sesshaftwerdung begann, in dem erstmals Keramik gebrannt und das alltägliche Leben somit revolutioniert wurde, in dem die Landwirtschaft entstand. Von den bekanntesten Objekten wie den modellierten Schädeln aus Jericho bis zu den anthropomorphen Figurinen aus Ain Ghazal soll eine Rundreise durch die Gegend unternommen werden. Fundorte aus unterschiedlichen Ländern sollen mithilfe von Referaten betrachtet und untersucht werden, sodass zum Ende des Seminars ein möglichst geschlossenes Bild der Periode entworfen werden kann.

Hauptseminar: Kültepe und das Karum Kanesh in der frühen und mittleren Bronzezeit

Adelheid Otto

Mi. 14-16 Uhr
Schellingstraße 12, Raum K427
Abstract: Der anatolische Fundort Kültepe beherbergt nicht nur einen
bedeutenden bronzezeitlichen Fürstensitz, sondern auch die am besten
bekannte Handelskolonie des Alten Orients aus dem beginnenden zweiten
Jahrtausend. Unzählige Kaufmannshäuser mit Inventar und
Keilschriftarchiven ermöglichen ein detailliertes Bild des Handels
zwischen Assyrien, Syrien und Anatolien und innerhalb Anatoliens.
Tausende von Siegelabrollungen bilden die besonders einfallsreiche
Bilderwelt ab und geben Einblick in damalige Vorstellungen der
Götterwelt und des sozialen Miteinanders. Das Seminar untersucht nicht
nur die Koloniezeit (ca. 2000-1720), sondern auch das späte 3.
Jahrtausend, als – laut neuen Erkenntnissen – die engen Beziehungen
zu Mesopotamien begannen.

(fortgeschrittene Bachelorstudierende können nach Rücksprache mit der
Dozentin aufgenommen werden).

Empfohlene Literatur: Reihe KIM (Kültepe International Meetings)

Übungen

Übung: Zypern

Adelheid Otto / Kai Kaniuth

Di. 10-12 Uhr
Schellingstraße 12, K427
Die Archäologie Zyperns ist in bestimmten Perioden als Teil der Vorderasiatischen Kultur zu bezeichnen, in anderen nimmt sie eine Scharnierstellung zwischen dem vorderasiatischen und dem mediterranen Bereich ein. Die Übung erarbeitet die Archäologie und Geschichte Zyperns durch die Jahrtausende mit einem Schwerpunkt auf den vorchristlichen Jahrtausenden.
Teilnahme nur für Hauptfächler. Eine 10-tägige Exkursion im September ist Teil der Übung.

Übung: Die Sammlung des Vorderasiatischen Museums – Objekte und Geschichte (mit Exkursion)

Helen Gries

Blockveranstaltung
Fr 29.04. 14-16 Uhr, Einführung (online)
Fr 20.05. 10-16 Uhr (Block 1+2) und Sa 21.05. (Block 3) 10-13 Uhr (Schellingstraße 12, K427)
Do 23. bis Sa 25.06.2022 (Exkursion und Block 4) (Berlin)

In der Übung mit anschließender Exkursion widmen wir uns der Sammlung des Vorderasiatischen Museums Berlin, dem einzigen Fachmuseum für die altvorderasiatischen Kulturen im deutschsprachigen Raum. Im Vordergrund stehen hierbei die Objekte und ihre Geschichte. Die Übung richtet sich an Studierende aller Semester (BA und MA) und findet als Blockveranstaltung statt.
• Block 1: Highlights und Geschichte des Vorderasiatischen Museums
• Block 2: Objektbeschreibung und -dokumentation
• Block 3: Ausstellung, Objektgeschichte und Provenienzen
• Block 4: Praktische Übung anhand von originalen Objekten (in Berlin)
Die ersten drei Blöcke finden im April und Mai freitags und samstags in München oder digital statt und der vierte im Rahmen der Exkursion vom 23. bis 25.06.2022 in Berlin. Neben der Ausstellung besuchen wir auch Restaurierungswerkstätten und Depots des Vorderasiatischen Museums, um einen Einblick in den Sammlungsbestand und die Arbeit des Museums zu bekommen.

Übung: Vermessung in der Archäologie: Einführung in „Geographische Informationssysteme“ (GIS)

Christoph Fink

Fr 10-14 Uhr and folgenden Terminen:
06.05., 03.06., 10.06., 17.06., 08.07., 15.07., 29.07.
Schellingstraße 12, Raum K427

In diesem Kurs sollen die Grundlagen der Vermessung, mit besonderem Augenmerk auf die Probleme beim archäologischen Arbeiten im Vorderen Orient, vermittelt werden. Soweit die äußeren Bedingungen und Bestimmungen im WiSe 21/22 es zulassen, werden wir dazu sämtliche Schritte, also von der Vermessung im „Feld“, über die digitale Aufbereitung der Daten, bis hin zur Erstellung von Karten, durchgehen und einüben. D.h. wir werden mit einer Totalstationen Messdaten aufnehmen und jeder wird diese selbst mittels OpenSource Programmen (insbesondere QGis) bearbeiten.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich allerdings sollte jeder Teilnehmer über einen eigenen Laptop verfügen und bereit sein, die notwendigen Programme zu installieren.

Übung: Fotographische Dokumentation in der Archäologie

Laura Simons / Harald Schmidt

Blockseminar
Do 19.05. 14-18 Uhr und Fr 20.05. 9-12 Uhr (jeweils online)
Do 30.06. 1418 Uhr und Fr 01.07. 10-18 Uhr (jeweils Praxis in Präsenz)
Schellingstr. 12, K427

Der Kurs behandelt die technischen Grundlagen digitaler Spiegelreflexkameras und die Möglichkeiten, die diese bieten. Weiterhin werden die spezifischen Notwendigkeiten für die fotografische Dokumentation in der Archäologie erlernt und diskutiert. Die erworbenen theoretischen Kenntnisse werden unmittelbar in der Praxis angewendet werden, wozu die Studierenden Kleinfunde unterschiedlicher Fundgattungen aus der Institutssammlung ebenso fotografieren wie sie Aufnahmen unter freiem Himmel anfertigen werden. Die Fotografien der Teilnehmer/innen werden abschließend besprochen. Auf diese Weise erwerben sie wichtige für die archäologische Praxis relevante Kenntnisse und Fähigkeiten.
Frau Laura Simons ist seit vielen Jahren als Archäologin für die fotographische Dokumentation auf Grabungen in Italien, Syrien und der Türkei zuständig. Harald Schmidt ist ausgebildeter Fotograf.

Kolloquium

Kolloquium zum Alten Orient

Adelheid Otto, Walther Sallaberger, Jared Miller

Di 18-20 Uhr
Hauptgebäude der Universität, Geschwister Scholl-Platz 1, A119
Beginn:26.04.2022
Ende: 26.07.2022

Hier können Sie das Programm für das Sommersemester 2022 einsehen.

Das Kolloquium findet wieder in Präsenz statt.

 

Die Teilnahme an Vorlesungen, Übungen und Kolloquien steht grundsätzlich allen Studierenden des Instituts offen. Zur Anerkennung der Studienleistungen konsultieren Sie bitte Ihre jeweilige Prüfungsordnung.