Vorderasiatische Archäologie
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Aktuelles

Meldung vom 19. Juli 2024

Neue Ausstellungs-Vitrine der VAA:
„Altorientalische Stempel- und Rollsiegel.“

Im Foyer des 4. Stockes des Historicums
finden Sie eine neue Vitrine

   VitrineSiegel

Dort können Sie anhand von 3D-Drucken von Rollsiegeln die Bedeutung und Kunstfertigkeit dieser kleinen Zylinder näher ergründen.
Durch vergrößerte Drucke und den direkten Kontakt mit den Siegeln ist es Ihnen möglich, vollkommen in die Bilderwelt des Alten Orients einzutauchen.
Die Ausstellung entstand im Zuge des Kurses:
„Der erste Eindruck zählt. Arbeiten mit Stempel- und Rollsiegeln“im Sommersemester 2024 unter der Leitung von Dr. Albert Dietz.

Gestaltung der Vitrine durch:
Eda Nur Avsaroğlu, Dennis Busch, Cyrill Dankwardt, Johanna Klose,
Valentina Matt, Emily Mayr, Franziska Schmitt, Dr. Samar Shammas und Julia Steiger.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Meldung vom 3. Mai 2024

Internationaler Workshop
RESULTS OF THE RECENT EXCAVATIONS IN UR, IRAQ (2015–2022)

25.–26.07.2024

Workshopleitung: Prof. Dr. Adelheid Otto und Dr. Albert Dietz

 

In den Räumlichkeiten der Carl Friedrich von Siemens Stiftung,  
Südliches Schlossrondell 23, Nymphenburg, München

 Logo-mini75 CFvS-Stiftung

weitere Informationen

zum Programm

Programmänderungen vorbehalten

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Meldung vom 10. April 2024

Altorientalisches Kolloquium startet am 16. April

mit einem Vortrag von Holger Gzella: "Gab es die Phönizier? Überlegungen zu einem sprachlich-kulturellen Oberbegriff"

zum Programm

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Meldung vom 15. Februar 2024

Buch-Neuerscheinung von Adelheid Otto: ENTRE LES FLEUVES - III

Buchcover_Entre-les-Fleuves2023 A. Otto/N. Ziegler(eds.)
Entre les fleuves – III
On the Way in Upper Mesopotamia. Travels, Routes and Environment as a Basis for the Reconstruction of Historical Geography.
Berliner Beiträge zum Vorderen Orient, Band 30

Format: 21 x 29,7 cm — Hardcover
Umfang: 252 Seiten

ISBN: 978-3-935012-64-5
Preis: 59,00 €
© PeWe-Verlag 2023

Links zu weiteren Informationen

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LRZ-Newsletter 9/2023 vom 14. Dezember 2023

https://www.lrz.de/presse/ereignisse/2023-12-10-Sin-nadas-Haus/

Wie Wohlhabende vor 4000 Jahren lebten

16 Zimmer alleine im Erdgeschoss, ausgeklügelte Abwasserinstallationen in Bad und Küche und im Garten eine Familiengruft: Zusammen mit Archäolog:innen der Ludwig-Maximilians-Universität München hat das LRZ eine altbabylonische Villa aus der Zeit um 2000 v. Christus in Virtueller Realität rekonstruiert.

Sin-Nada_2

Von der Ausgrabung zum Modell: Das Foto (u.rechts) von der Ausgrabungsstätte in Ur war die Basis für das Photogrammetrie-Modell (u. Mitte) sowie das Modell des Erdgeschosses und das gesamte Haus (oben). Foto: LMU/LRZ

Betritt man das Haus von vorn, geht es zuerst zwei Vorräume mit rauen lehmverputzten Wänden in einen Hof. Von dort ist die Küche mit zwei Öfen und aufwändigen Abflüssen erreichbar. Der Innenhof flutet Küche und Zimmer mit Sonne. „Dieses Haus kommt einem so normal vor, aber es wurde in der Zeit um 1850 vor Christus in der Stadt Ur gebaut und ist fast 4000 Jahre alt“, meint Adelheid Otto, Professorin für Archäologin und Leiterin des Instituts für Vorderasiatische Archäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). „Zu dieser Zeit lebten die Menschen in Bayern und Mitteleuropa in einfachsten Behausungen, in der Metropole Ur gab es schon luxuriös ausgestattete Villen.“

Die hohen Räume mit den dunkelgrauen Wänden aus Backstein und Lehmziegeln wirken echt, real, wurden aber am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) digital rekonstruiert. „Virtuelle Realität ist etwas Neues, das wir jetzt in unserem Fach für Lehre und Forschung einsetzen können“, sagt Otto. „Mit digitalen Modellen können wir unsere Erkenntnisse einem größeren Publikum zugänglich machen und damalige Lebensweisen veranschaulichen. Wir können viel aus den alten Gebäuden lernen.“ Die Villa von Sîn-nada, dem Manager des Ningal-Tempels von Ur, lässt nicht nur Rückschlüsse auf eine Hochkultur zu, in der Männer und Frauen lesen und schreiben konnten, äußerst hygienisch lebten und sich gesund ernährten, sie zeigt auch die Langlebigkeit und den Nutzen der Lehmbauweise: „Lehmziegel halten Wohnungen im heißen Sommer kühl und im Winter warm, und haben sich dort seit Jahrtausenden bewährt“, erklärt Otto.

Mit Fotos, Skizzen und Plänen modellieren

Zwei Jahre lang arbeiteten die LRZ-Expert:innen des Zentrum für Visualisierung und Virtuelle Realität (V2C) immer wieder mit den Archäolog:innen zusammen, um die Villa aufzubauen. Auf den ersten Blick wirken die Raumverhältnisse eng, doch wer die Zimmert in virtueller Realität (VR) erlebt, erkennt: Sîn-nada lebte mit seiner Frau Nuṭṭuptum, die unterrichtete und Schafe für den Tempel mästete, in herrschaftlichen Verhältnissen. „Das Haus verfügte verteilt auf zwei Stockwerke sicher über mehr als 20 Räume und bot schon im Erdgeschoss eine Fläche von 236 Quadratmetern“, erklärt Dr. Berthold Einwag, der die Digitalisierung koordinierte. „Aus Briefen und anderen Texten wissen wir, dass in dem verschwenderisch ausgestatteten Haus repräsentiert, Handel getrieben und Opferrituale für die Ahnen durchgeführt wurden.“

Bei der Rekonstruktion halfen Fotos, Luftbilder und Planzeichnungen, die das Team um Otto und Einwag in drei Ausgrabungen 2017, 2019 und 2022 sammelte. Ur liegt im Süden des heutigen Iraks, wurde bereits in den 1920er Jahren von dem britischen Archäologen Sir Leonard Woolley entdeckt: „Damals waren zwei Wissenschaftler plus 400 Arbeiter am Werk, die weniger darauf achten konnten, wo etwas lag, und daher die Nutzung der Häuser und ihre Einrichtung nicht so präzise dokumentierten“, berichtet Otto. „Aber genau das hat uns interessiert. Wir haben jeden Millimeter der Villa erkundet, genau ausgewiesen, wo Reste von Gefäßen und Geräten oder Überreste von Mahlzeiten lagen und wo Figurinen, Tontafeln oder Behälter aufbewahrt wurden.“ Jedes Detail schärfte den Eindruck von der Villa sowie der Lebensweise im Süden von Ur. Die Erkenntnis wuchs, dass hier eher wohlhabende Menschen wohnten. Die Texte belegen zudem, dass Sîn-nada beruflich oft unterwegs war, während seine Frau den großen Haushalt leitete.

Im Austausch ein historisches Gebäude ausgestalten

„Die digitale Rekonstruktion haben wir mit dem LRZ in ständigem Hin und her entwickelt“, berichtet Einwag. Aus Bildern und Grundrissen entstand ein erstes 3D-Modell im Photogrammetrie-Verfahren. „Wir hatten nur vage Anhaltspunkte zur Gebäudestruktur, konnten nicht alle Bilder der Ausgrabungsstätte genau interpretieren und mussten also immer wieder nachfragen und unsere Arbeiten mit dem Archäologen-Team abklären“, ergänzt Kristian Weinand, damals studentischer Mitarbeiter und 3D-Artist. „Aus den Fotos berechneten wir mit der Software Autodesk ReCap ein 3D-Modell und damit hatten wir eine genauere Vorstellung von Haus und Gelände.“ Schrittweise konnten mit der Software Blender die Villa gerendert sowie die Texturen der Wände und Böden sowie die Lichtverhältnisse gestaltet werden. Zur Umsetzung dieses detaillierten Modells in VR kam das Programm Unreal Engine 5 zum Einsatz. „Aus dem Render-Video sowie der VR-Anwendung wären Applikationen für die Nutzung mit Head-Mounted-Displays abzuleiten“, sagt Dr. Thomas Odaker, Leiter des V2C. So kann die Villa auch außerhalb der LRZ-CAVE besucht werden. „Villa und Umgebung“, so Osaker weiter, „ließen sich noch lebendiger, also mit Bildern von Menschen und Gegenständen ausstatten.“ Das könnte Raum- und Größenverhältnisse verdeutlichen, zudem Lebensweisen veranschaulichen. Doch zur Finanzierung dieses Aufwands sucht das Projekt Sponsor:innen und Mitstreiter:innen.

„Das digitale Modell ist vorführbar“, sagt Archäologin Otto, „aber sicher kein Endprodukt, wir wollen und sollten das ausbauen – wenigstens die virtuelle Tour durchs Haus vertonen oder verschriftlichen.“ Auch ohne Einrichtung wird damit geforscht: „Mit Head-Mountain-Displays können Studierende mit dem Modell arbeiten“, sagt Otto, „und wir werden darin Arbeitshypothesen klären können – etwa zu den Lichtverhältnissen in den Räumen, zur Anzahl von Fenstern, zum zweiten Geschoss, aber auch zum Leben in dieser Villa.“ (vs)

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Meldung vom 21.11.2023

Änderungen im Programm zum Altorientalischen Kolloquium:

  • Der Vortrag von Frau Prof. Suzanner Herbordt (Leipzig) am 21. November muss leider entfallen
  • Fiammetta Gori (LMU) hält ihren Vortrag am 21. November
  • Michael Roaf (LMU) hält am 28. November einen Vortrag über: "The measurement of Sargon’s name and the astroglyphs of Esarhaddon and Sargon II".

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Meldung vom 06.11.2023

Zwei weitere Neuerscheinungen aus der MAAO-Schriftenreihe:

  • Band 9 "Weights and Measures as a Window on Ancient Near Eastern Societies" von Adelheid Otto + Grégory Chambon (Hrsg.)
  • Band 10 "Tell el-Yahudiyeh Ware in the Northern Levant" von Samar Shammas

maao9_cover              maao10_cover

weitere Informationen                                       weitere Informationen

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Meldung vom 20.07.2023

Neuerscheinung aus der MAAO-Schriftenreihe: Band 8 "Der Wettergott im Bild" von Albert Dietz

 MAAO-8_1_Cover

weitere Informationen

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Meldung vom 20. Februar 2023

Neue Ausstellungs-Vitrine der VAA:
„Altorientalische Keramik. Von der Ausgrabung in die Vitrine.“

Im Foyer des 4. Stockes des Historicums
finden Sie eine neue Vitrine zu:

Graphik_AusstellungADietz 20230210

Dort können Sie anhand zahlreicher Scherben aus den Ausgrabungen
in Isin (Irak) den Weg nachvollziehen, die Keramik von dem Moment ihrer Auffindung
bis in das Museum durchlaufen muss.

Die Ausstellung entstand im Zuge des Kurses
„Scherben bringen Glück! Mesopotamische Keramik von der Ausgrabung bis ins Museum“
Im WiSe 2022/23 unter der Leitung von Dr. Albert Dietz.

Gestaltung der Vitrine durch die Studierenden:
Dennis Busch, Cyrill Dankwardt, Moritz Kellerer, Michaela Klein,
Elena Sher, Moses Simon Montalvo und Marco Wolf.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Eilmeldung vom 8. Februar 2023

Spenden für Erdbebenopfer in der Syrisch-Türkischen Grenzregion

Der Vorsitzende des Vereins SyrienHilfe e.V., Karsten Malige, bittet um Spenden.
Genau in dem Gebiet Syriens, das am stärksten betroffen ist, das aber keinerlei Hilfe vom Assad-Regime erhält, hat der Verein zahlreiche HelferInnen, die helfen können und wollen, aber dringend Geld benötigen.

Wer von Ihnen helfen kann, darf gerne an die Syrienhilfe e.V. spenden: Logo_Syrienhilfe

VR-Bank in Mittelbaden eG
IBAN: DE80 6656 2300 0012 1220 12
BIC: GENODE61IFF

SyrienHilfe e.V., Friedrich-Ebert-Straße 25, 76461 Muggensturm; Telefon: 07222 – 385 2590

VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!

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Meldung vom 24. November 2022

Symposium zu Ehren von Frau Dr. Ursula Calmeyer-Seidl

am Freitag, dem 2. Dezember 2022, von 13.00 - 19.30 Uhr im Hgb. der LMU, Hörsaal A022

unter der Leitung von Frau Prof. Adelheid Otto und Herrn Prof. Walther Sallaberger

Programm und weitere Informationen

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Meldung vom 19. Oktober 2022

Einladung zum Erstsemesterfrühstück der VAA

am Mittwoch, dem 26. Oktober 2022, um 12.00 Uhr im Seminarraum K427

Einführungsveranstaltung der Fachschaft Vorderasiatische Archäologie für Studienanfänger
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Meldung vom 18. Oktober 2022

Einladung
zu einem wissenschaftlichen Vortrag zum Abschluss des Habilitationsverfahrens von
Herrn Dr. Kai Kaniuth

im Fachbereich Vorderasiatische Archäologie
am Dienstag, dem 8. November 2022, 18 Uhr c. t., Raum A 021
„Ein Imperium an seinen Grenzen. Neue Forschungen zur Achämeniden-Zeit im Südkaukasus.“
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Hinweis:

Neuer Film "Agatha Christie und der Orient“ in der Mediathek:
https://www.br.de/mediathek/video/dokumentarfilm-agatha-christie-und-der-orient-av:619501edb0bbef0007597745
Der Film des BR zeichnet mithilfe von bislang unveröffentlichten Aufnahmen die Aktivitäten Christies im Orient und ihre Liebe zum Orient nach und setzt sie mit den heutigen Ruinen und rezenten Ausgrabungen bzw. Zerstörungen in Syrien und Iraq in Beziehung.
Empfehlenswert!

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Meldung vom 19. Juli 2021

Neues Projekt KALAM im Rahmen der Initiative „Global Challenges - Integrating Diverse Perspectives on Heritage and Change“

Das Institut für Vorderasiatische Archäologie der LMU startet unter Leitung von Adelheid Otto ein neues internationales Projekt mit mit dem Ziel, gefährdete archäologische Landschaften im Irak und in Usbekistan zu schützen. In diesen Ländern sind ausgedehnte Gebiete mit Tausenden Kulturerbestätten infolge von Raubgrabungen, Siedlungsbau, Landwirtschaft und Staudammbauten akut gefährdet. Das Projekt „KALAM. Analysis, protection and development of archaeological landscapes in Iraq and Uzbekistan through ICTs and community-based approaches“ wird auf Basis einer Kooperation auf Augenhöhe mit Archäologenkollegen in Iraq, Usbekistan und Italien durchgeführt. Es hat zum Ziel, die archäologischen Stätten zu dokumentieren und in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort nachhaltige Methoden zum Schutz zu entwickeln.

Es wird von der internationalen Initiative „Global Challenges - Integrating Diverse Perspectives on Heritage and Change“ gefördert, zu der sich die VolkswagenStiftung, die Compagnia di San Paolo in Italien und der Riksbankens Jubileumsfond in Schweden zusammengeschlossen haben, und wurde als eines von acht internationalen Projekten ausgewählt.

Die Pressemeldung hierzu ist zu finden unter:

https://www.lmu.de/de/newsroom/news-und-events/news/lmu-startet-projekt-zum-schutz-des-kulturellen-erbes-in-irak-und-usbekistan.html